{"id":590,"date":"2016-06-21T23:58:05","date_gmt":"2016-06-21T21:58:05","guid":{"rendered":"https:\/\/marc-singer.de\/?p=590"},"modified":"2026-01-04T20:09:20","modified_gmt":"2026-01-04T19:09:20","slug":"tiflis-tbilisi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marc-singer.de\/wpx\/2016\/06\/tiflis-tbilisi\/","title":{"rendered":"Tiflis (Tbilisi)"},"content":{"rendered":"<p>Ende Mai war ich mit zwei Freunden f\u00fcr eine Woche in Georgien. Nachdem der Urlaub erst einige Tage her ist, m\u00f6chte ich mich mit diesem Beitrag an einem ausf\u00fchrlicheren Reisebericht versuchen.<\/p>\n<p>In dem&nbsp;Land versp\u00fcrt man einen gewissen Pioniergeist \u2013 f\u00fcr uns&nbsp;als Besucher, weil noch nicht \u00fcberall Touristenmeuten unterwegs sind und man mit der&nbsp;englischen Sprache nicht \u00fcberall weiter&nbsp;kommt.&nbsp;Zudem m\u00f6chte sich das Land wohl etwas&nbsp;von seiner Sowjet-Vergangenheit l\u00f6sen&nbsp;\u2013 erkennbar&nbsp;an den omnipr\u00e4senten, nagelneuen Polizeistationen, EU-Flaggen an fast allen \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden und an abgefahrener moderner Architektur.<\/p>\n<p>Los ging unsere Tour in der Hauptstadt Tiflis. Nach der&nbsp;Landung gegen 4:00 Uhr in der fr\u00fch und einer&nbsp;halsbrecherischen Fahrt vom Flughafen in die Stadt (unser Fahrer hat im 30-Sekunden-Takt Kreuzzeichen gemacht),&nbsp;haben wir zum Abschluss des Tages einen kurzen Abstecher zum Smart Supermarket unternommen, der mit seinem Sortiment&nbsp;an georgischen Lebensmitteln (K\u00e4se), russischem Wodka und EDEKA-Produkten&nbsp;punkten konnte.<\/p>\n<p>Am Morgen des ersten Tages&nbsp;haben wir uns unter anderem die Altstadt angesehen, die leider in einem erb\u00e4rmlichen Zustand ist. Es gibt dort ganze Stra\u00dfenz\u00fcge, die bauf\u00e4llig sind. Viele wundersch\u00f6ne H\u00e4user sind wohl nicht mehr zu retten, so gro\u00df sind die Besch\u00e4digungen. Offenbar fehlt hier einfach die Wirtschaftskraft f\u00fcr eine&nbsp;Sanierung. Einen starken&nbsp;Kontrast dazu bildet die moderne Architektur ein paar Hundert Meter weiter &#8211; die Glaskuppel auf dem Pr\u00e4sidentenpalast, die Friedensbr\u00fccke und das aus zwei Metallr\u00f6hren bestehende Konzerthaus.&nbsp;Auch bei dem Konzerthaus hat man sich offenbar finanziell \u00fcbernommen &#8211; wenn man n\u00e4her kommt, wirkt das Geb\u00e4ude mehr wie eine&nbsp;Bauruine.<\/p>\n<p>Weinbau wird in Georgien schon seit tausenden von Jahren betrieben, so haben wir den Tag in der Bauhaus Bar ausklingen lassen. Dort haben wir eine Georgierin kennengelernt, die lange in Deutschland gelebt hat uns ein paar wirklich gute Tipps geben konnte &#8211; an dieser Stelle nochmals vielen Dank!<\/p>\n<p>Am zweiten Tag wollten wir in die Vororte, wo einige architektonische Highlights&nbsp;der Sowjetzeit zu finden sind. Schon die Fahrt mit der Metro war ein Erlebnis f\u00fcr sich. Die Stationen sind teilweise tief unten und mit Hochgeschwindigkeits-Rolltreppen angebunden, die Z\u00fcge fahren zu Sto\u00dfzeiten im 3-Minuten-Takt. Erstes&nbsp;Ziel unserer Tour&nbsp;war das Hauptquartier der \u201eBank of Georgia\u201c, das im ehemaligen Geb\u00e4ude des sowjetischen Verkehrsministeriums untergebracht ist. Um die brutalistische Anmutung symboltr\u00e4chtig zu unterstreichen, ist das Geb\u00e4ude auch f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger nur \u00fcber die Autobahn erreichbar. Der Eingang in die Bank, der dem Apple Store am Times Square nachempfunden ist, bildet dabei einen starken Kontrast zur Umgebung. Als n\u00e4chstes haben wir den Zentralbahnhof angesteuert, der mit seinem Verkehrsgewimmel und emsigen Markttreiben ein asiatisches Flair vermittelt. Zum Abschluss unseres Tiflis-Aufenthalts sind wir auf den Sololaki-H\u00fcgel hochgestiegen zur \u201eMother of Georgia\u201c, von wo man einen hervorragenden \u00dcberblick \u00fcber die Stadt und das umliegende Kaukasusgebirge hat.<\/p>\n<p>Am Ende der zwei Tage hatte ich eigentlich das Gef\u00fchl, einen guten Einblick in die Stadt bekommen zu haben. Mittlerweile denke ich aber, dass man f\u00fcr die Stadt eher 4-5 Tage einplanen kann, ohne dass es langweilig wird. Untergebracht waren wir \u00fcbrigens im <a href=\"http:\/\/fox-hostel.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fox Hostel<\/a>, das ich an dieser Stelle w\u00e4rmstens weiterempfehlen kann: Unser Altbauzimmer hatte Stuck und Echtholz-Parkett zu bieten und beim Personal w\u00e4re die Beschreibung&nbsp;<em>hilfsbereit<\/em> eine ma\u00dflose Untertreibung.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Im n\u00e4chsten Teil: <a href=\"https:\/\/marc-singer.de\/wpx\/2016\/11\/david-gareji-georgien\/\">David Gareji<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende Mai war ich mit zwei Freunden f\u00fcr eine Woche in Georgien. Nachdem der Urlaub erst einige Tage her ist, m\u00f6chte ich mich mit diesem Beitrag an einem ausf\u00fchrlicheren Reisebericht versuchen. 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